{"id":163,"date":"2024-05-10T08:21:23","date_gmt":"2024-05-10T08:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/hunderdorf-pfarrei.de\/?page_id=163"},"modified":"2026-03-20T09:10:08","modified_gmt":"2026-03-20T09:10:08","slug":"hofdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hunderdorf-pfarrei.de\/?page_id=163","title":{"rendered":"Hofdorf &#8211; St. Edigna"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-right\"><a href=\"https:\/\/hunderdorf-pfarrei.de\/?page_id=160\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a><strong>Kath. Kirche St. Edigna in Hofdorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber allen H\u00e4usern und Bauernh\u00f6fen thront die Kirche von Hofdorf, deren Schutzpatronin St. Edigna ist. Bis zur S\u00e4kularisation 1803 war sie eine Nebenkirche des Klosters Windberg. Als man dieses aufgel\u00f6st hatte und viele Kirchen exekriert wurden, so in Gaishausen und Sparr, blieb sie erhalten und kam zur Pfarrei Hunderdorf.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/j-breu.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/D2002081-Kirche-Hofdorf.jpg\"><\/a>Im Jahre 1929 wurde die Kirche in den Kunstdenkm\u00e4lern von Bayern, Band XX, f\u00fcr das Bezirksamt Bogen wie folgt beschrieben:<br>Im 16.Jahrhundert wird eine Kirche erw\u00e4hnt. Die bestehende Anlage stammt von 1701 (Jahreszahl au\u00dfen am Chor). ZIMMERMANN zufolge war die Kirche den 14 Nothelfern geweiht. 1897 Restauration.<br>Der ganz wenig eingezogene Chor ist rechteckig, mit abgeschr\u00e4gten Ostecken. Tonnengew\u00f6lbe mit Stichkappen. Chrorbogen rund, mit schlichten Pilastern besetzt Langhaus zu zwei Fensterachsen. Flachdecke. Westempore \u00fcber zwei h\u00f6lzernen Binnens\u00e4ulen. Die Chorfenster, in den beiden Schr\u00e4gseiten, und die seitlichen Langhausfenster schlie\u00dfen mit wenig eingezogenem Rundbogen. Westportal in der Mittelachse, mit geradem Sturz. Dar\u00fcber ein kleines Rechteckfenster mit seitlichen Ausbuchtungen und stark geschr\u00e4gtem Gew\u00e4nde. Ein ebensolches Fenster, unten s\u00fcdlich neben dem Portal, gestattet Einblick in die Kirche. An Chor und Langhaus ein einfacher, rechtwinkelig vorspringender Sockel. Der Chor ist nur um die St\u00e4rke des Sockelvorsprunges eingezogen. Am Chorhaupt, an der S\u00fcd\u00f6stecke, findet sich oben die Jahreszahl 1701 eingemei\u00dfelt. Der ganze Bau ist in sch\u00f6nem Granitquaderwerk ausgef\u00fchrt und demzufolge unverputzt. Westdachreiter mit Zwiebelkuppel.<br>Am Scheitel des Chorgew\u00f6lbes ist das Wappen des Klosters Windberg aufgemalt. Hochaltar modern, mit Verwendung von Teilen aus der Erbauungszeit der Kirche. Altarblatt St. Edigna mit Totenkopf und Gei\u00dfel, in Schnitzrahmen mit Akanthus. Oberbild St. Maria mit Kind, in \u00e4hnlichem Rahmen. Seitenfiguren zwei weibliche Heilige, eine mit Schwert; wohl St. Katharina und Barbara. Im Aufzug seitlich zwei Statuetten von weiblichen Heiligen ohne Attribut.<br>Vierzehn Kreuzwegstationen in Guter Hinterglasmalerei des 18.Jhs. (Diese wurden in den sechziger Jahren entfernt und mit neuen ersetzt). Chorbogenkruzifix um 1700, l\u00e4ndlich. Am Westportal T\u00fcrschlo\u00df aus der Erbauungszeit mit h\u00fcbschen, rankenverzierten Beschl\u00e4gen. Glocken. Schwer zug\u00e4nglich. Etwa um 1700. 1.Am Hals zwei einfache Friese. Am Mantel Reliefs: Kruzifix und zwei Heilige mit Schwertern, offenbar die Wetterheiligen St. Johannes und Paulus, Dchm. 0,39 m.- 2. Am Hals ein Rankenfries. Eingeritzte Inschrift: 36 (Gewicht in Pfunden) Dchm. 0,32 m. Beide Glocken kamen 1884 aus der Pfarrkirche zu Hunderdorf hierher. \u2013 Eine kleine, schlichte eiserne Glocke, die fr\u00fcher in Hofdorf war, wird seit 1910 im Bogener Bezirksmuseum aufbewahrt.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/j-breu.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/D2002082-Kirche-Hofdorf-innenf.jpg\"><\/a>Schwester Bonaventura H\u00e4rtenberger schreibt im \u201eHeimatbuch von Hunderdorf\u201c, da\u00df die Kirche in Hofdorf 1665 St. Thomas als Patron hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>St. Edigna, Schutzheilige der Kirche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine gerahmte Urkunde in der Kirche kl\u00e4rt uns auf, wie St. Edigna zur Schutzpatronin der Hofdorfer Kirche wurde. Die \u00dcbersetzung aus dem Lateinischen lautet:<br>Da\u00df ich dem Hochw\u00fcrdigsten und illustren Herrn Bernhard, des wei\u00dfen und exemplen Pr\u00e4monstratenserordens, des erhabenen Klosters Windberg \u00fcberaus wachsamen Abt, eine beachtliche Partikel des Sch\u00e4dels der seligen Jungfrau EDIGNA geschenkt habe \u2013 der Tochter des K\u00f6nigs Heinrich von Frankreich, deren heilige Gebeine im Dorf und der Kirche von Puch ruhen, die dem Kloster F\u00fcrstenfeld unmittelbar inkorporiert ist, und die von den Gl\u00e4ubigen sehr verehrt werden, sei dies zur Urkund. Auf den frommen Wunsch desselben Hochw\u00fcrdigsten Herrn Abtes versehen wir diese Urkunde mit unserer authentischen Unterschrift und mit unserem Abteisiegel. Gegeben zu F\u00fcrstenfeld den 13.M\u00e4rz 1765. Fr. Martinus Abt von F\u00fcrstenfeld.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Kornel Klar: Kirchen \u2013 Kapellen \u2013 Kreuze in der Pfarrgemeinde Hunderdorf<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zur\u00fcck Kath. Kirche St. Edigna in Hofdorf \u00dcber allen H\u00e4usern und Bauernh\u00f6fen thront die Kirche von Hofdorf, deren Schutzpatronin St. Edigna ist. Bis zur S\u00e4kularisation 1803 war sie eine Nebenkirche des Klosters Windberg. 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